Gemeinde Münchsteinach

Wir finden den Ort erstmals in einer Urkunde vom 8. August 912 erwähnt, als König Konrad dem Bischof Trachtholf Güter unter anderem in der Steinaha im Iffgau und in der Grafschaft des Grafen Ernst schenkte. Im 11. Jahrhundert ist der Ort im Besitz des Adelsgeschlechts derer von Steinaha. Adalbero von Steinaha wandelt im Jahr 1102 mit Bewilligung seiner Gemahlin Adelheid sein Schloss und die dazugehörigen Besitzungen in eine Benediktinerabtei um. Seitdem ist die Geschichte Münchsteinachs eng mit der des Klosters verbunden. Die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche dürfte um 1180 vollendet gewesen sein. Im Bauernkrieg (1525) wurden Kirche und Kloster zerstört. Daraufhin baute man zunächst den Oststeil des Klosters als Pfarrkirche für die evangelische Gemeinde aus. Die Kirche wurde zwischen 1965 und 1970 renoviert. Das Ergebnis ist ein in seiner Geschlossenheit und Schlichtheit einmalig schöner Sakralraum. 1528 wir das Kloster von Markgraf Georg säkularisiert und der Besitz in ein Klosteramt umgewandelt. Im Dreißigjährigen Krieg hat der Ort schwer zu leidern. Von 1700 bis 1732 verpfändet die Markgrafschaft das Klosteramt Münchsteinach an das Bistum Würzburg. Amtshaus und Abtsschlösschen werden 1798 verkauft.

Im Münster Münchsteinach.
 
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